Schimmelpilze gehören zu den häufigsten Problemen in Wohnräumen. Laut dem Bundesamt für Gesundheit treten in der Schweiz und vielen europäischen Ländern Feuchtigkeit und Schimmel in jedem vierten bis fünften Haushalt auf. Die Erscheinungsformen reichen von kleinen Flecken bis hin zu grossflächigem Befall, beschlagenen Fenstern oder Stockflecken in verschiedenen Räumen. Das tückische daran: Schimmel ist nicht immer sichtbar oder riechbar. Häufig versteckt er sich hinter Möbeln, unter Bodenbelägen oder Tapeten – und bleibt so lange unentdeckt. Obwohl Schimmel vielen Haushalten ein Begriff ist, wird seine gesundheitliche Bedeutung oft unterschätzt. Dabei können Schimmelpilze und ihre Sporen erheblich zur Belastung des Wohlbefindens führen.

Was macht Schimmelpilze gefährlich?
Schimmelpilze vermehren und verteilen sich über Sporen, die sie in die Luft abgeben. Diese mikroskopisch kleinen Partikel sind natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und kommen überall vor – im Freien wie in Innenräumen. In Wohnräumen steigt ihre Konzentration jedoch deutlich an, sobald Feuchtigkeit und Schimmelwachstum zunehmen.
Je stärker der Befall, desto höher die Sporendichte – und desto grösser die gesundheitlichen Risiken.
Typische gesundheitliche Beschwerden durch Schimmelsporen:
- Reizungen von Augen, Haut und Atemwegen
- allergische Reaktionen
- Husten, Heiserkeit und Reizhusten
- Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen
- Entwicklung von Asthma oder chronischer Bronchitis
- erhöhte Infektanfälligkeit
Schimmelsporen können zudem das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen – etwa durch ihren charakteristischen, muffigen Geruch. Studien legen nahe, dass sie sogar indirekt Erkältungen begünstigen können.
Warum ist Schimmel in der Wohnung besonders problematisch?
Wohnräume sind Bereiche, in denen wir täglich viele Stunden verbringen. Werden dort unbemerkt Schimmelsporen eingeatmet, kann dies langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben.
Neben gesundheitlichen Risiken verursacht Schimmel auch erhebliche Bauschäden. Feuchtigkeit kann Putz, Wände, Holzbauteile oder Bodenbeläge angreifen und hohe Sanierungskosten verursachen. Besonders bei langanhaltendem Feuchtigkeitsbefall kann auch der Wert der Liegenschaft sinken.
Wie entsteht Schimmel überhaupt?
Die Hauptursache für Schimmelpilzwachstum ist Feuchtigkeit. Diese kann durch bauliche Mängel oder durch falsches Wohnverhalten entstehen. Zu den Hauptursachen gehören:
- unzureichende Wärmedämmung, besonders in Altbauten
- baufeuchte Neubauten, die noch nicht vollständig getrocknet sind
- zu hohe Luftfeuchtigkeit durch Duschen, Kochen, Trocknen von Wäsche
- falsches Lüftungs- und Heizverhalten
- undichte Fenster oder Wärmebrücken
Schimmelpilze gedeihen bereits ab 70 % relativer Luftfeuchtigkeit. Sie beziehen ihr benötigtes Wasser nicht aus der Luft, sondern direkt aus dem Substrat, also aus der Oberfläche, auf der sie wachsen. Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst jedoch, wie feucht diese Oberflächen werden – und damit das Risiko für Schimmelbildung.
Warum ein Luftentfeuchter Schimmel effektiv bekämpfen kann
Luftentfeuchter entziehen der Raumluft Wasser. Dadurch wird auch dem Nährboden des Pilzes kontinuierlich Feuchtigkeit entzogen. Als Ergebnis trocknet der Untergrund aus und die Lebensgrundlage des Pilzes verschwindet. Das Wachstum stoppt – der Pilz stirbt ab. Damit ist ein Entfeuchter besonders wirksam in schlecht belüfteten Badezimmern, Kellern, Waschküchen, Neubauten und generell Räumen mit viel Kondensationsfeuchtigkeit. Für einen effizienten Einsatz muss die Leistung des Entfeuchters der Raumgrösse angepasst werden. Für den Wohnraum empfiehlt sich ein leises aber Leistungsstarkes Gerät wie der TCS-Testsieger ecoQ DryAir Energy Saver und kältere Orte empfehlen sich Adsorptionsentfeuchter wie der ecoQ DryAir Alpin, die bei tieferen Temperaturen effizienter arbeiten.
Damit Schimmel gar nicht erst entsteht, helfen einige grundlegende Massnahmen:
- Alle Räume gleichmässig beheizen, um kalte Oberflächen zu vermeiden
- Mehrmals täglich stoss- oder querlüften, jeweils 10–15 Minuten
- Luftentfeuchter einsetzen, besonders in feuchten, schwer belüftbaren Bereichen
- Trockene Wäsche nicht in Wohnräumen aufhängen
- Möbel mit Abstand zu Aussenwänden aufstellen
Was tun bei Schimmel in der Wohnung?
In Mietwohnungen liegt die Verantwortung grundsätzlich beim Vermieter. Betroffene sollten den Befall dokumentieren, den Vermieter schriftlich informieren, Sofortmassnahmen wie Lüften, Heizen oder Entfeuchtung einleiten und bei Bedarf eine Fachperson hinzuziehen.
ÜBRIGENS: Warum Schimmelpilzmessungen oft nutzlos sind
Schimmelpilzmessungen, wie sie in Konsumentenzeitschriften beworben werden, vermitteln häufig ein trügerisches Gefühl von Sicherheit. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt es keine verlässliche Messmethode, die versteckten Schimmel zuverlässig nachweisen kann. Die Messergebnisse zeigen höchstens momentane Sporendichten – nicht aber, ob sich hinter Wänden oder unter Böden ein verdeckter Befall befindet.
Für die Beurteilung sind daher Sichtkontrollen, Feuchtigkeitsmessungen und bauphysikalische Abklärungen sinnvoller.
