Eigensanierung bei Schimmelbefall

Eigensanierung bei Schimmelbefall

Bei der Entfernung von Schimmel kommen je nach Belastung unterschiedliche Sanierungsmöglichkeiten in Frage, verschiedene Sachen müssen berücksichtigt werden um keine Gesundheitsschäden in Kauf zu nehmen. Eine vorgängige Schimmelpilzanalyse bietet sich an um den Pilz fachmännisch zu bestimmen. Ausserdem sollte mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit im Raum gemessen werden, um die Entwicklung des Sanierungsprozesses zu beobachten.

Nach der Sanierung sollte sofort ein geeigneter Luftentfeuchter eingesetzt werden, der dem Schimmel den Nährboden nimmt und einen erneuten Befall verhindert.

Bei der selbständigen Entfernung von Schimmel muss man stets vorsichtig sein und vorbelastete Menschen sollten davon absehen.

Das Bundesamt für Gesundheit hat den Schimmelbefall in drei Kategorien eingeteilt. Es wird empfohlen, eine Eingensanierung lediglich bei einer Befallsintensität der ersten und zweiten Kategorie durchzuführen, liegt ein Befall der dritten Kategorie vor, sollte man von einer Eigensanierung absehen und einen Fachmann kontaktieren.

Richtiges Vorgehen bei der Eigensanierung:

Vorbereitung:

  1. Auch bei kleineren Sanierung entsteht eine hohe Belastung der Luft mit Schimmelsporen, deshalb sollte man Gegenstände abdecken oder aus dem Raum entfernen.
  2. Die Tür sollte während der Arbeit stets geschlossen bleiben, dass die Verschleppung der Schimmelsporen in andere Räume verhindert wird.
  3. Der Raum sollte stets gut gelüftet sein, offene Fenster reduzieren gesundheitliche Belastungen.
  4. Es sollte zügig gearbeitet werden, unbeteiligte sollten den Raum nicht betreten und es sollte nicht geraucht, getrunken oder gegessen werden.

Die eigentliche Sanierung:

  1. Es empfiehlt sich während des ganzen Prozesses Kunststoffhandschuhe, eine Atemschutzmaske und eine geschlossene Schutzbrille zu tragen. Die Kleidung sollte nach der Sanierung weggeworfen oder mindestens gut gereinigt werden. Ein Ganzkörper-Overall vereinfacht die Situation und schützt die Kleidung.
  2. Die befallene Stelle wird grosszügig mit einem Schimmelentfernungsmittel eingesprüht, am besten mit einem Produkt von der Marke Sanosil, da dieses nach der Anwendung praktisch vollständig zu Wasser und Sauerstoff zerfällt und so keine schädliche Belastung im Wohnraum entsteht.
  3. Nun wird der gebundene Schimmel abgerieben und mit einem Lappen entfernt. Das Sanosil-Produkt wirkt nun auch nachhaltig und vermindert das Risiko eines erneuten Schimmelbefalls.

Nach der Sanierung:

  1. Wichtig ist nach der Sanierung, dass der Schimmel nicht wiederkommt, dazu sollte der Feuchtigkeitsschaden ausgetrocknet bzw. die Feuchtigkeitsbelastung reguliert werden, dazu eignen sich Luftentfeuchter oder je nach Schaden Bautrockner.
  2. Regelmässiges Staubwischen verhindert die Ansammlung von Schimmel.
  3. Regelmässig sollte nun die Raumluftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer gemessen werden, um alles unter Kontrolle zu halten. Besonders praktisch sind hierfür auch Hygrostate, die einerseits die Luftfeuchtigkeit messen und andereseits direkt die Leistung des Luftentfeuchters regulieren.

Alles in allem sollte mit einem Schimmelbefall nicht gespasst werden. Ein nicht behandelter Schimmelbefall ist gesundheitsschädigend und schadet zudem der Haussubstanz und dem Mobiliar. Wenn man sich nicht sicher ist, ob man sich selbst an die Sanierung herantrauen soll, kann wie bereits zu Anfang erwähnt eine vorgängige Schimmelpilzanalyse aufschlussreich sein, zusätzlich zur Analyse des Schimmeltyps werden bei kompetenten Anbietern einer Schimmelanalyse auch zusätzliche Vorgehenstipps gegeben.

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